Bereitschaft / HFS

Im besonderen Maße beteiligen sich die Feuerwehren im Kreis Euskirchen an der „vorgeplanten überörtliche Hilfe größeren Umfangs“. Dabei handelt es sich um ein landeseinheitliches Konzept, bei dem Teilkräfte des gemeindlichen Brandschutzes zu so genannten Bereitschaften für die überörtliche Hilfe vereint werden. Die Kreise Düren und Euskirchen kooperieren bei der Gestellung von Einsatzkräften und –fahrzeugen und bilden die gemeinsame Feuerschutzbereitschaft Düren/Euskirchen.

Je nach Einsatzlage können neben den vier Lösch- und einem Logistikzug noch Sondermodule für die Waldbrandbekämpfung oder die Technische Hilfeleistung ergänzt werden. Insgesamt stehen somit rund 150 Einsatzkräfte zur Verfügung. Sie sind für den Einsatz in ganz Nordrhein-Westfalen vorgesehen und sind nach wenigen Stunden marschbereit. U. a. kam die Feuerschutzbereitschaft 2014 bei der Beseitigung von Unwetterschäden in Folge des Pfingststurms Ela zum Einsatz. Die Leitung der Bereitschaft Düren/Euskirchen wird durch erfahrene Verbandführer der Feuerwehren im Kreis Euskirchen sichergestellt. Herzstück der Feuerschutzbereitschaft sind die ehrenamtlichen Mitglieder und deren außerordentliches Engagement, auch über Tage hinweg in anderen Regierungsbezirken – und bei Bedarf auch in anderen Bundesländern – dafür einzutreten, dass Menschen in Folge von Schadensereignissen nicht ihr gesamtes Hab und Gut verlieren.

Eine weitere Besonderheit ist der Betrieb eines Hochleistungs-Wasserförderungssystems, um große Wassermengen über weite Entfernungen zu transportieren oder große Wassermengen zu lenzen. Im Regierungsbezirk Köln wird ein solches System durch die Städte Euskirchen und Mechernich betrieben.

Das HFS-System (Hytrans-Fire-System) besteht aus einem vierachsigen Wechselladerfahrzeug und einem Abrollbehälter. Der Abrollbehälter ist mit einer hydraulisch betätigten, schwimmfähigen Pumpe ausgestattet. Die Förderleistung dieser Pumpe beträgt 3.500l/min bei 11 bar im sogenannten „Druckeinsatz" und 8.000 l/min bei 2,1 bar im sogenannten „Lenzeinsatz". Mit dieser Leistung kann ein Schwimmbecken mit den Maßen 25 x 10 x 2,5 Meter in etwas über 70 Minuten leer gepumpt werden. Die Wasserförderung erfolgt über die mitgeführten 2.000 Meter Großschläuchen, die vom fahrenden Fahrzeug aus bei einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h die Schlauchleitung verlegt werden können.

4.301 Aktive
Mitglieder
2.570 Eins├Ątze
231 Gerettete
Menschen
17 Gerettete
Katzen