Das Unwettertief "Cathleen" hatte in der Nacht zu Freitag im nördlichen Münsterland für Rekordniederschläge gesorgt. Vielerorts verwandelten sich Wiesen in Seenlandschaften. Im Kreis Steinfurt wurde zeitweise Katastrophenalarm ausgerufen. Zahlreiche Helfer aus der Region arbeiteten in nasser Schutzausrüstung bis an ihre Belastungsgrenzen und mussten in den Morgenstunden abgelöst werden Hierzu wurden am Freitag Einsatzkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen ins Münsterland beordert.
Die Anforderung der Feuerschutzbereitschaft II Düren/Euskirchen durch die Kölner Bezirksregierung erfolgte am Freitagmittag gegen 11:50 Uhr. Die Feuerwehren im Kreis Euskirchen entsendeten zwei Löschzüge unter der Leitung des Bereitschaftsführers Brandoberinspektor Klaus-Peter Neuburg aus Euskirchen. Weitere Helfer der THW-Ortsverbände aus Schleiden und Euskirchen beteiligten sich mit ihren Fachkomponenten „Beleuchtung“ und „Wasserschaden.“
Die Retter aus verschiedenen Löschgruppen des Kreises Euskirchen fanden sich zunächst auf dem Parkplatz des Kommerner Freilichtmuseums ein, von wo aus sie in einer Kolonnenfahrt die Feuerwehrtechnische Zentrale des Kreises Düren in Stockheim ansteuerten. Dort fusionierten die Euskirchener Feuerwehrleute mit ihren Dürener Kameraden.Während ein so genanntes Vorauskommando - unter anderem mit dem Weilerwister Gemeindebrandinspektor Peter Ditz - unmittelbar nach Ahaus ausrückte, folgte der aus 43 Einsatzfahrzeugen bestehende Tross wenig später als Kolonne. Aus den Kreisen Euskirchen und Düren waren insgesamt 168 Helfer im Einsatz.
Ab 20:50 Uhr nahmen die Helfer ihre Arbeit im Schadengebiet auf. Bis gegen 05:00 Uhr wurden 128 Einsatzstellen abgearbeitet. Nach Angaben des Kaller Gemeindebrandmeister Harald Heinen, der als Manager der Feuerschutzbereitschaft vor Ort war, wurden die Helfer aus dem Rheinland zunächst in die Ortschaft Ottenstein beordert. Allerdings sei der Wasserstand noch so hoch gewesen, dass ein Auspumpen der vollgelaufenen Keller aufgrund des nachlaufenden Wassers sinnlos gewesen wäre, so Heinen. 
Daraufhin wurde die Feuerschutzbereitschaft in Ahaus eingesetzt. Auch dort standen ganze Straßenzüge unter Wasser. Besonders ungewöhnlich war der Einsatz in einer Tanzschule. Als die Einsatzkräfte das Gebäude betraten, stellten sich eine leichte Verrauchung fest, die vermutlich von einem Kurzschluss in einer Elektroverteilung herrührte. Ohne die Kontrolle der Feuerwehr wäre es vielleicht zu einem Brand gekommen, berichtete Harald Heinen.
Gegen 05:00 Uhr am Samstagmorgen endete der Einsatz für die Euskirchener Helfer, die sich erschöpft auf den Heimweg machten.