Euskirchen. Brandgeruch löste am frühen Samstagmorgen, 3. Februar 2012, einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst im Euskirchener Marienhospital aus. Wie sich später herausstellte, war dafür ein technischer Defekt in einer Lüftungsanlage verantwortlich. Für Patienten und Mitarbeiter des Krankenhauses bestand zu keiner Zeit eine Gefahr, wie Kreisbrandmeister Udo Crespin betonte.
Um 3.53 Uhr wurde die Telefonzentrale des Marienhospitals über Brandgeruch auf mehreren Stationen unterrichtet. Daraufhin rückte die Feuerwehr der Kreisstadt Euskirchen mit zwei Löschzügen, einem Großraumeinsatzleitwagen sowie einem ABC-Zug aus. Ein weitere Großraumeinsatzleitwagen aus Kall wurde ebenfalls in Marsch gesetzt. Auf dem Firmengelände eines benachbarten Autohauses ging unterdessen der Kreisrettungsdienst in Stellung, um das Krankenhauspersonal im Falle von Verlegungs- oder Evakuierungsmaßnahmen innerhalb des Gebäudes unterstützen zu können. Angehörige des Deutschen Roten Kreuzes sowie des Malteser Hilfsdienstes besetzten zwischenzeitlich die verwaisten Rettungswachen im nördlichen Kreisgebiet.
Die Suche nach der Ursache für den Brandgeruch innerhalb des Gebäudes gestaltete sich zunächst schwierig. Weder Rauch oder Flammen wurden entdeckt, noch hatte die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst. Unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr Euskirchen, Stadtbrandinspektor Rolf Stupp, durchsuchten die Einsatzkräfte gemeinsam mit dem technischen Dienst des Krankenhauses das Untergeschoss.
Fündig wurden sie schließlich im Betriebsraum der Frischluftansaugung, wo offenbar ein Lager heiß gelaufen war. Der penetrante Schmorgeruch eines angesengten Keilriemens hatte sich daraufhin über die Lüftungslage im Gebäude verteilt. „Die Geruchsschwelle von Gummi ist sehr gering, sodass man tatsächlich annehmen musste, dass etwas brennt“, resümierte Kreisbrandmeister Crespin. Zu einer Freisetzung von Rauchgasen sei es aber nicht gekommen. Insgesamt waren mehr als 100 Helferinnen und Helfer im Einsatz.




