Neues KatS-Löschfahrzeug in Dahlem

Dahlem. In den vergangenen Wochen wurden am Institut der Feuerwehr in Münster die ersten 26 LF 20 KatS an die Feuerwehren des Landes übergeben. Insgesamt beschafft das IdF im Auftrag des Ministeriums des Innern des Landes NRW in diesem und den kommenden drei Jahren 109 Löschgruppenfahrzeuge für die erweiterte Ausstattung im Katastrophenschutz. Im Kreis Euskirchen wurde nun eines dieser Fahrzeuge der Feuerwehr der Gemeinde Dahlem zugeteilt. Die Zuweisung ist im Zusammenhang mit einschlägigen Landeskonzepten zu sehen. Die Feuerwehr der Gemeinde Dahlem stellt den Einsatz eines ABC-Erkunders und eines Abrollcontainers Dekon-V sicher, zu dessen Betrieb im Sinne des zu Grunde liegenden Konzeptes ein Löschfahrzeug erforderlich ist. Dieses wurde bislang durch die Gemeindefeuerwehr gestellt. Das Landesfahrzeug stellt damit eine Komplettierung der Dekontaminationskomponente dar.

Genutzt werden die Löschfahrzeuge insbesondere für den Einsatz  innerhalb der Katastrophenschutzkonzepte des Landes NRW; sie können aber darüber hinaus im alltäglichen Einsatzdienst von den Feuerwehren genutzt werden. „Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu Stürmen, Starkregen oder Hochwasser. Daher müssen die Katastrophenschutzbehörden für Krisenlagen, beispielsweise mit großflächigem Stromausfall, aber auch für die speziellen Gefahren am Chemiestandort NRW besser gerüstet werden“, teilte das Innenministerium mit.

Die Landesregierung realisiert gegenwärtig Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe für und in die Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes. Schwerpunkte des Investitionspakets sind u. a. Spezialfahrzeuge bzw. multifunktionale Systeme, die auf die aktuellen Gefahrenlagen mit hochmoderner Technik und Zubehör ausgerichtet sind. Mit einem dieser kompakten, technischen Multifunktionssysteme kann beispielsweise bei Naturkatastrophen Notstrom, Wärme und Licht erzeugt werden. Die landesweit 109 Löschfahrzeuge sind Teil dieses Investitionspaktes.

Die Fahrzeuge wurden auf einem MAN Fahrgestell von der Firma Magirus mit einem vollautomatischen Wandlergetriebe aufgebaut. Sie verfügen neben einem 1.000 Liter Löschwasser fassenden Tank und der fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe über eine Tragkraftspritze (PFPN 10-1500), Schmutz- und Tauchpumpen (TP 4), einen Stromerzeuger (13 kVA) sowie einen 600 Meter umfassenden B-Schlauch-Vorrat, der während der Fahrt verlegt werden kann und damit eine Löschwasserversorgung über weiter Wegstrecken sicherstellen kann. Weitere Besonderheiten der Beladung sind Feuerlöschrucksäcke, Feuerpatschen, Systemtrenner zum Trinkwasserschutz, Motorkettensäge, 5.000-Liter-Faltbehälter und der im Katastrophenschutz übliche Flaggensatz.

(Oliver Geschwind, Geschäftsführer Kreisfeuerwehrverband)

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