Chancen der Unterstützungsabteilung nutzen

Euskirchen. Über die Rolle der Unterstützungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr informierte am Samstag, den 14. September der Geschäftsführer des Verbandes der Feuerwehren NRW, Christoph Schöneborn, zahlreiche Führungskräfte in der Euskirchener Kreisverwaltung. „Mit den Unterstützungsabteilungen haben wir die Feuerwehren für weitere gesellschaftliche Gruppen geöffnet. Ihre Mitglieder gehören vollwertig zu unseren Feuerwehren dazu und bereichern sie“, so Schöneborn, der in seinem rund dreistündigen Vortrag zahlreiche Praxisbeispiele aus dem gesamten Bundesland einfließen ließ.

Den Grundstein zur Einrichtung hatte der nordrhein-westfälische Landtag bereits mit dem neuen BHKG gelegt und anschließend mit der Verordnung über die Laufbahn der Freiwilligen Feuerwehren konkretisiert. Vor allem die Abgrenzung zu den Einsatz- und Ehrenabteilungen stand im Mittelpunkt des Seminars. „Wer zugewiesene Aufgaben wahrnimmt, gehört in die Unterstützungsabteilung“, vereinfachte der Landesgeschäftsführer den Unterschied zu den Ehrenabteilungen. Diese Aufgaben können sowohl Verwaltungstätigkeiten sein, aber auch die Öffentlichkeits- oder Jugendarbeit betreffen. „Gerade auch das Engagement in der Kinderfeuerwehren wird vielfach durch Mitglieder der Unterstützungsabteilungen geschultert“, weiß Schöneborn, der dabei an Pädagogen denkt, aber auch an interessierte Eltern und andere ehrenamtlich Engagierte.

Doch auch die Einsatzunterstützung, etwa in Form des Betriebs der Kleiderkammer, der Versorgung oder auch der Atemschutzlogistik, kann eine Aufgabe für Mitglieder der Unterstützungsabteilung sein. „Sie versehen aber keinen klassischen Einsatzdienst, etwa durch den Einsatz als Atemschutzgeräteträger, in einem Trupp oder als Kraftfahrer“, so Schöneborn. Der erhebliche Vorteil der Unterstützungsabteilungen sei die Öffnung der Feuerwehren für jene Menschen, die sich gerne engagieren möchten, ohne bspw. eine feste Bindung in Form von regelmäßigen Dienstteilnahmen einzugehen. Zudem sei die Inklusion von Menschen mit Behinderungen möglich. „Erstmals können wir Menschen mit Handicaps einbinden, etwa in der IuK-Unterstützung, als Webmaster oder unter Berücksichtigung ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten. Das ist ein echter Mehrwert und spiegelt auch wieder, dass die Feuerwehren in der Mitte der Gesellschaft verankert sind und eine Möglichkeit bieten, ehrenamtliches Engagement zu leben“, befand Christoph Schöneborn.

(Oliver Geschwind, Geschäftsführer KFV)

4.419 Aktive
Mitglieder
3.298 Einsätze
270 Gerettete
Menschen
11 Gerettete
Katzen