Delegiertenversammlung - Bericht Fachbereiche

Im Rahmen der Delegiertenversammlung unseres Verbandes am 17. Juni 2026 gaben die Leiter der Fachbereiche und der Kreisjugendfeuerwehrwart einen Einblick in ihre Tätigkeit der vergangenen zwölf Monate. Und genau diese Berichte hatten es in sich und strotzten nur so vor Aktivitäten 

Fachbereich Jugendfeuerwehr

Im Berichtszeitraum stand insbesondere das große Kreiszeltlager 2025 im Mittelpunkt der Arbeit der Kreisjugendfeuerwehr, so Kreisjugendfeuerwehrwart Christopher Heinzen. Das Zeltlager fand vom 20. bis 24. August 2025 statt und bot den teilnehmenden Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm. Neben Kennenlernspielen und erlebnispädagogischen Angeboten wurden die Jugendflammen der Stufen I bis III abgenommen sowie der Jugendfeuerwehrpokal ausgetragen.

Mit insgesamt 194 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus elf Kommunen des Kreises war die Veranstaltung sehr gut besucht. Bereits heute laufen die Planungen für das nächste Kreiszeltlager, das vom 13. bis 16. Juli 2028 im Sport- und Erlebnisdorf Hinsbeck stattfinden wird. Anders als in den vergangenen Jahren erfolgt die Unterbringung dort nicht in Zelten, sondern in festen Unterkünften.

Darüber hinaus wurde die Durchführung eines Kompaktlehrgangs für Jugendgruppenleiter im Jahr 2027 vorgestellt. Die Ausbildung wird vom 22. bis 26. November 2027 als Blocklehrgang im Jugendferienhaus Krekel durchgeführt. Für die Teilnehmenden besteht die Möglichkeit der Freistellung nach den entsprechenden gesetzlichen Regelungen.

Ausbildung

Der Ausbildungsbeauftragte und stellv. Vorsitzende unseres Verbandes, Johannes Gebertz, konnte auch im Jahr 2025 auf eine hohe Ausbildungsleistung zurückblicken. Im Bereich der Kreislehrgänge wurden zwei Truppführerlehrgänge mit insgesamt 48 Teilnehmern durchgeführt. Hinzu kamen ein Lehrgang „Truppführer-Fortbildung“ mit 29 Teilnehmern sowie ein Lehrgang „ABC-Einsatz“ mit 14 Teilnehmern, darunter sechs externe Teilnehmer. Für diese Lehrgänge wurden insgesamt mehrere hundert Ausbilderstunden geleistet.

Auch die weiterführenden Lehrgangsangebote am Institut der Feuerwehr wurden intensiv genutzt. So konnten unter anderem 38 Teilnehmer die Ausbildung zum Gruppenführer-Basis, 19 Teilnehmer den Zugführer-Basislehrgang sowie weitere Führungskräfte verschiedene Aufbau- und Speziallehrgänge absolvieren.

Ergänzend wurden zahlreiche Seminare angeboten. Besonders hervorzuheben sind die Realbrand-Ausbildung mit 276 Teilnehmern, Seminare zur Gefahrenabwehr bei Veranstaltungen, Wasserrettung sowie Fortbildungen für den Führungsstab des Kreises.

IuK-Ausbildung

Im Bereich Führung und IuK wurden neue Ausbildungsangebote etabliert. Der stellv. Vorsitzende Wolfgang Fuchs etablierte das Modul „S2/Lage Basis“. Dieses vermittelte Kenntnisse zur Führungsunterstützung in den Führungsstufen B und C und wurde erstmals Ende 2025 durchgeführt. Die Resonanz der Teilnehmer fiel durchweg positiv aus. Aufbauend darauf startete im Jahr 2026 das Modul „S2/Lage Aufbau“. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Einsatzübung zur Führungsunterstützung der Stufe C.

Für das Jahr 2026 sind erneut zwei Truppführerlehrgänge, zwei Truppführer-Fortbildungen sowie ein ABC-Einsatz-Lehrgang vorgesehen, erläuterte Gebertz. Neu hinzu kommt ein Pilotlehrgang „Technische Hilfeleistung“, der in Kooperation mit dem Brandschutzzentrum in Schleiden, den Feuerwehren und dem THW Euskirchen durchgeführt wird. Darüber hinaus werden die dezentralen technischen Lehrgänge wie Maschinist für Löschfahrzeuge, Sprechfunkrt und Atemschutzgeräteträger weiterhin unterstützt.

Für den Fachbereich Ausbildung bilanzierte Alexander Rheindorf für die Jahre 2025 und 2026 verschiedene Fachseminare, darunter Fortbildungen zu alternativen Antrieben, Psychosozialer Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) sowie zur Zusammenarbeit mit der Polizei. Erstmals soll in diesem Jahr ein Seminar zur Großtierrettung stattfinden. 

Fachbereich Technik und Sicherheit

Im Fachbereich Technik und Sicherheit ist die Zahl der aktiven Mitglieder von sieben auf vier Personen zurückgegangen, berichtete dessen Leiter Philipp Heller. Daher werden weitere engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter gesucht, die die Arbeit des Fachbereichs in den Themenfeldern Technik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Sicherheit unterstützen möchten.

Besonderer Handlungsbedarf besteht derzeit bei der Besetzung der Funktion der beziehungsweise des Kreissicherheitsbeauftragten. Zur Stärkung des Austauschs ist für den 14. Juli 2026 ein Treffen der Sicherheitsbeauftragten der Städte und Gemeinden geplant. 

Für den Fachbereich Einsatzplanung gab Christian Heinrichs einen Überblick zu der großen Waldbrandübung vom 30. Mai 2026 sowie der geplanten Weiterentwicklung des bisherigen Einsatzleiterhandbuchs hin zu einem digitalen Einsatzleiter-Wiki.

(von Oliver Geschwind)

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