++ UPDATE: Neubau der Rettungsleitstelle ++

Euskirchen. Die Entscheidung steht fest: Die Kreisverwaltung Euskirchen wird um einen Erweiterungsbau ergänzt, in der auch eine Rettungsleitstelle mit Lagezentrum und Büroräumen für die Abteilung 38/Gefahrenabwehr Platz finden wird. Diesen Beschluss fasste der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung am 18. April.

„Die Errichtung eines neuen Gebäudes zur Unterbringung einer Leitstelle für den Feuerschutz und Rettungsdienst ist zwingend erforderlich und zeitlich dringlich, da zur Bewältigung der stetig steigenden Einsatzzahlen im Rettungsdienst und erwarteter weiterer Steigerungen zusätzliche Leitstellenplätze zu schaffen sind“, geht aus den Sitzungsvorlagen hervor.

Baubeginn bereits 2019 möglich

Geplant ist ein L-förmiger, viergeschossiger Komplex. Im Idealfall, so ein Bericht der „Kölnischen Rundschau“, könnte der Baubeginn bereits im kommenden Jahr erfolgen. Bestenfalls seien die Arbeiten nach zwei weiteren Jahren abgeschlossen. Umstritten war im Rahmen der Abstimmung leidglich die Frage der Bauweise. Das Erfordernis des Neubaus einer Rettungsleitstelle stand außer Frage – ein Beleg für die Wertschätzung, die alle Fraktion des Kreistages der geleisteten Arbeit aller in der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr tätigen Organisationen und Helfern zollen.

Erst im Rahmen des vorletzten Neujahrsempfangs des Landrates hatte Kreisbrandmeister und Abteilungsleiter Udo Crespin aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Notarztdienstes im Kreis Euskirchen die gestiegenen Einsatzzahlen eindrucksvoll präsentiert: Wurden 1976 noch rund 4.100 Einsätze registriert, so sind es gegenwärtig etwa 30.000. Die Telefone der Disponenten klingeln rund 151.000 Mal pro Jahr – Tendenz steigend.

Gemäß der Vorlage ist eine Verlagerung der Abteilung innerhalb des Gebäudebestandes unmöglich, insbesondere mit Blick auf den Umfang der Raumbedarfsplanung und die arbeitsablaufbedingte geforderte Raumanordnung. Außerdem sind zusätzliche Leitstellenplätze für den Regelbetrieb und als Überlaufplätze bei größeren Schadensereignissen einzurichten. Zu berücksichtigen ist weiterhin eine technische Vernetzung mit Redundanzleitstellen, um eine kostengünstige Ausfallsicherheit zu bieten.

Schutz gegen Sabotage und Unwetter

Den Planungen nach sollen der Abteilung 38/Gefahrenabwehr mehr als 60 Räume unterschiedlicher Größenordnung zur Verfügung gestellt werden, darunter für die Leitstelle mit Nebenräumen, den Krisenstab, die Koordinierungsgruppe sowie die Verwaltung. Zwischenzeitlich wurde ein Fachplaner für Leitstellentechnik eingebunden; eine Gefährdungsanalyse abgeschlossen. Idealerweise soll die Abteilung im dritten Obergeschoss des Gebäudes untergebracht werden, um den bestmöglichen Schutz gegen Unwetter, Sabotage und andere Störungen zu bieten.

Neben dem Erweiterungsbau ist auch die Schaffung von bis zu 300 zusätzlichen Parkplätzen im Umfeld der Kreisverwaltung vorgesehen. Die Kosten für den Bau werden nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers auf rund 33 Millionen Euro geschätzt. Abgefedert werden diese Kosten u. a. durch Mittel der Krankenkassen für die neue Rettungsleitstelle sowie Mieteinnahmen der externen, ebenfalls in dem Gebäude untergebrachten Agentur für Arbeit und des Jobcenters.

(Oliver Geschwind, Geschäftsführer KFV)

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