Katastrophenschutzübung bei Kirchheim

Kirchheim. Eine groß angelegte Katastrophenschutzübung führten die Feuerwehren, der Rettungsdienst und die Hilfsorganisationen im Kreis Euskirchen am Samstag, 9. Juni durch. Simuliert wurde ein Massenanfall von Verletzten in Folge einer Massenkarambolage auf der L 210 bei Kirchheim. Dabei galt es bis zu 60 betroffene Personen zu versorgen; viele davon waren realistisch geschminkte Verletztendarsteller.

„Szenarien wie diese sind regelmäßig von einem Missverhältnis von Verletzten und Rettungskräften gekennzeichnet“, erläuterte Martin Fehrmann, der Leiter der Rettungsleitstelle und Organisator der Übung. Daher übe man wiederkehrend die Bewältigung der Erstphase solcher Ereignisse. Im Mittelpunkt stehe dabei u. a. das taktische Vorgehen der Einsatzkräfte, beginnend bei der Anfahrt und Aufstellung von Einsatzfahrzeugen, bis hin zur sogenannten Sichtung der Betroffenen und medizinischen Erstversorgung. „Auch die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Hilfsdiensten üben wir dabei regelmäßig“, so Fehrmann.

Durch den Kreis Euskirchen werden Übungen solcher Größenordnungen regelmäßig in Kooperation mit der Malteser-Schule in Aachen durchgeführt. Eingebunden werden dabei auch wiederkehrend die Absolventen von Lehrgängen zum Organisatorischen Leiter Rettungsdienst bzw. Leitenden Notarzt. „Wir versuchen Szenarien wie Brände oder eben Verkehrsunfälle mit einer Vielzahl von Verletzten möglichst realistisch darzustellen“, so Fehrmann. Daher habe man am Samstag neben Bussen und Lastkraftwagen auch mehrere Schrottfahrzeuge in die Übung einbinden können, an denen die Feuerwehren eine Befreiung von eingeklemmten Personen trainieren konnten. Auch ein Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung war erstmals in das Übungsgeschehen eingebunden

Größter Profiteur der Übungen seien jedoch die Einsatzkräfte im Kreis Euskirchen, die bei der Bewältigung von Großeinsätzen auf viele Erfahrungswerte aus den Übungen zurückgreifen könnten, so Fehrmann. „Ohne das große ehrenamtliche Engagement wäre dies nicht möglich!“

(Oliver Geschwind, Geschäftsführer Kreisfeuerwehrverband, Foto: Ingo Schmitz, Malteser Bildungszentrum Euregio Aachen)

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